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Landschaftstherapie nutzt Landschaft als Medium und Ressource. Sie basiert auf fundierten Kenntnissen über Landschaften und ihre Bedeutung für Wohlbefinden und Gesundheit. Landschaft und Grün können uns immer wieder unsere Verwurzelung und Einbettung in der Natur, deren Teil wir sind, bewusst und erlebbar machen, Verbundenheit, wo sie verloren gegangen ist, ermöglichen und die Kraft der Heilung und Förderung, der Grünkraft (Viriditas) auf uns wirksam werden lassen.
Was können Aufenthalte in Landschaft bewirken?
°Beruhigung
°Entspannung
°Erfrischung
°Anregung
°Belegung
°Beglückung
°Inspiration
°Trost
°Kräftigung
Das Unterwegs-Sein in und das Erleben von Landschaften stärkt die Immunabwehr und begünstigt heilsame heilsame Prozesse für Körper, Geist und Seele.
Es sind also auch die Landschaft selbst, von denen eine therapeutische Wirkung ausgehen kann. Landschaften begegnen uns absichtslos. Sie können sin Spiegel für unser eigenes Inneres sein. Dabei ist wichtig, dass wir Menschen nicht reine Zuschauer dieser Begegnungen sind. Unsere Aufgabe ist es, uns Zeit zu geben, um die Landschaften vertrauensvoll und mit Ehrfrucht wahrzunehmen.
Die Natur wirkt wie Medizin auf den Körper. Ablesen lässt sich diese Wirkung beispielsweise daran, dass Blutdruck, Puls und Cortisolgehalt im Blut sinken. Und dass unser Herzrhythmus flexibler auf Belastung reagiert. All das sind Indikationen für Entspannung. Der Aufenthalt in der Natur- wenige Minuten können schon reichen- verbessert Konzentration und wirkt sitmmungsaufhelld. Naturerlebnisse machen uns sozialer, toleranter und steigern die Frustrationstoleranz.
Dabei muss man sich nicht einmal in der Natur aufhalten, um ihre Wirkung zu spüren. Das haben verschiedene Studien gezeigt: Gefängnisinsassen mit Sicht ins Grüne zum Beispiel haben weniger Verdauungsprobleme und Kopfschmerzen als Gefangene ohne Aussicht; Zahnpatienten bleiben entspannter, wenn sie vor größeren Eingriffen Fische im Aquarium betrachten.
Naturästhetische Erfahrung
Die eigenen ästhetischen Erfahrungen in der Natur ermöglichen den Menschen eine freiere und tiefere Beziehung zur Natur.
Der Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, und hier die Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen eingeschlossen, findet hauptsächlich in Innenräumen (und virtuellen Welten) statt, was die zunehmende Naturentfremdung des Menschen zusätzlich noch verschärft. Dadurch kommt es auch zu einer Unterreizung der menschlichen Sinne.
Während der Sehsinn durch die Digitalisierung einseitig überreizt wird, sind bspw. der Geruchs- und Tastsinn durch die Digitalisierung einseitig überreizt wird, sind bspw. der Geruchs- und Tastsinn durch die Lebensweise der Menschen eher unterreizt: Dr. Sven Becker (Gastwissenschaftler am HNO- Klinikum der Universität München) schätzt, dass 20 % der Bevölkerung ein verschlechtertes Riechvermögen haben und das drei bis fünf Prozent es sogar komplett verloren haben.! Ähnlich sieht es mit dem Tastsinn aus, Peter Wohlleben hierzu: "Denn je mehr Informationen wir uns aus unseren Smartphones und dem Fernsehen erhalten, desto weniger wird der Tastsinn genutzt."
Es geht also auch darum. mit der Methode Integrative Garten- und Landschaftstherapie sinnliche Erfahrungsräume in und mit der Natur zu schaffen. Ein Fokus kann ja nach Patienten- bzw. Klientengruppe und Setting hierbei auf dem Geruchs- und Tastsinn liegen, weil diese beiden Sinne, wie bereits erwähnt, durch die menschliche Lebensweise unterreizt sind.