Die Garten- und Landschaftstherapie ist ein Bestandteil der Integrativen Therapie.
Die Integrative Therapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der verschiedene therapeutische Methoden miteinander verbindet. Sie wurde unter anderem von Hilarion Petzold entwickelt und kombiniert Elemente aus der Psychotherapie, Körpertherapie, Kunsttherapie und anderen kreativen sowie erlebnisorientierten Verfahren.
Ein zentrales Prinzip der Integrativen Therapie ist, dass der Mensch als Einheit von Körper, Seele, Geist und sozialem Umfeld betrachtet wird. Deshalb werden nicht nur Gespräche geführt, sondern auch aktive und kreative Methoden eingesetzt – wie Bewegung, Gestaltung oder eben die Arbeit mit Natur und Pflanzen.
Hier kommt die Garten- und Landschaftstherapie ins Spiel:
Sie dient als erlebnisorientierte Methode innerhalb der Integrativen Therapie. Durch das Arbeiten im Garten oder das Erleben von Landschaften können Patientinnen und Patienten Gefühle ausdrücken, Stress abbauen und neue Erfahrungen machen. Die Natur wird dabei als „therapeutischer Raum“ genutzt.
Typisch für die Integrative Therapie ist auch der sogenannte mehrdimensionale Ansatz:
- Erleben (z. B. Natur bewusst wahrnehmen)
- Handeln (z. B. Pflanzen setzen, gestalten)
- Reflexion (Gespräche über das Erlebte)
Durch diese Kombination entsteht ein tiefergehender therapeutischer Prozess, der sowohl auf emotionaler als auch auf körperlicher und sozialer Ebene wirkt.